Floee, Lars

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In den Korb
  • Beschreibung

Elkido Suite for Flute Trio

  • Szitakötö
  • Sakura
  • Balkanski Mish-Mash
  • Granada                        


Es darf als Glücksfall bezeichnet werden, dass ich vor einiger Zeit auf die Aufnahme einer Serie von Stücken mit der Überschrift „Folklorismen“ gestossen bin. Ich fand die Stücke bezüglich Form und Stil derart interessant,  dass ich den Urheber, Lars Floee, einen dänischen Komponisten, unbedingt kennen lernen  wollte. Schon bald darauf war ich im Besitze der handgeschriebenen Noten. Einige Monate später wurden die Stücke von meinen Schülerinnen unter dem Namen Trio Elkido an einem Musikwettbewerb aufgeführt, wo sie prompt mit einem 1. Preis ausgezeichnet wurden.

 

In einer anregenden Zusammenarbeit des Komponisten mit dem Trio Elkido und dem  Herausgeber, wurden die Charakterstücke weiterentwickelt.  Das Resultat halten Sie heute – sehr zur Freude der jungen Flötistinnen Elia Pianaro,  Kira Heusler und Dominique Simmen – in Form der Elkido Suite in den Händen.

 

Die Elkido Suite besteht aus vier Sätzen. Jeder ist von der Musik einer anderen Kultur inspiriert.

Der erste Satz, Szitakötő wurde von Lars Floee komponiert, nachdem er als Kind den Mikrokosmos von Béla Bartók studiert hatte. Szitakötő lehnt sich an die ungarischen Musik an und bedeutet „Libelle”.

 

Der zweite Satz, Sakura, ist vom traditionellen japanischen Lied Sakura inspiriert, was „Kirschblüte“ heisst.

Dieses Lied stammt aus der Edo-Zeit (1603–1868) und wurde für Kinder, die Koto (ein japanisches Musikinstrument, ähnlich einer Zither) lernen, geschrieben. Das Thema der japanischen Sakura ist im langsamen Mittelteil dieses Satzes verarbeitet und ist in der Pentatonik Miyakobushi-Onkai geschrieben.

 

Der dritte Satz, Balkanski Mish-Mash, ist von der bulgarischen Musik mit ihren charakteristischen  Balkan-Rhythmen geprägt. Balkanski Mish-Mash ist auch ein bulgarisches Gericht, das mit Vorliebe im Sommer gegessen wird und aus vielen verschiedenen „Zutaten“ besteht, genau wie dieser Satz. Es ist anzumerken, dass die 3. Stimme in diesem Satz für eine Altflöte geschrieben ist.

 

Die musikalische Idee für den vierten Satz, Granada, geht auf einen Aufenthalt in Andalusien zurück, jenem südlichen Teil Spaniens, der 700 Jahre lang von den Mauren besetzt gewesen war. Der maurische Einfluss ist auch heute noch stark in der Sprache, der Kultur und der Musik Andalusiens spürbar.

 

Die Elkido Suite hat zweifellos das Potential in den Repertoirelisten von manchem Flötentrio  einen festen Platz zu erhalten, die Ausführenden und das Publikum gleichermassen zu erfreuen und in Konzertprogrammen einen besonderen Akzent zu setzen.

 

 Felix Andreas Dorigo, Herausgeber                                   Zürich, im März 2010