Baumberg, J.C.

20147
Ajouter au panier
  • Description
  • Plus

Trio Nr. 2

für 2 Flöten und Violoncello op.1

Partitur und Stimmen

neu

In der Staatsbibliothek Berlin bin ich auf den Erstdruck von 6 Trios opus 1 für 2 Flöten und Violoncello oder Fagott von J.C. Baumberg gestoßen, deren Schönheit mich doch sehr überrascht hat. Umso erstaunlicher war für mich bei der weiteren Beschäftigung mit diesem Komponisten, dass so gut wie keine Informationen in alten Lexika über ihn zu finden sind. Ein spärlicher Eintrag in einem dieser alten Lexika war sich noch nicht einmal über den Vornamen des Komponisten im Klaren, im Werkeverzeichnis sind ausschließlich diese 6 Trios op. 1 aufgeführt.

 

Auf dem Titelblatt des Erstdrucks ist allerdings vermerkt, dass es sich beim Komponisten dieser Trios um einen

Professeur d´ecole normale  a St. Poelten

handle, um einen Lehrer also, der in der österreichischen Stadt St. Pölten tätig gewesen sein soll.

Seine Lebensdaten dürften im Spätbarock/Galanter Stil anzusiedeln sein, also irgendwo zwischen 1720 und 1780. Allen 6 Trios ist gemein, dass sie keine Bezifferung im Bass aufweisen, die angegebene Besetzung also mit 2 Flöten und Violoncello oder Fagott, somit also der Tendenz im Galanten Stil entspricht, gänzlich auf den Generalbass zu verzichten.   

Fehler in den Stimmen des Erstdrucks des Trios Nr. 2 , fehlende und falsche Vorzeichen, unterschiedliche rhythmische Notationen, etwa in Parallelbewegungen oder Motivimitationen zwischen allen 3 Instrumenten, wurden entsprechend korrigiert oder angepasst. Die Artikulation wurde vereinheitlicht, da diese sowohl in den beiden Stimmen, als auch in der Behandlung der verschiedenen Motive sehr inkonsequent notiert ist und oft einer logisch erscheinenden Phrasierung widerspricht. Um die Ausführung und den Spielfluss zu erleichtern, wurden Vorschlagsnoten, vor allem im Andante, in den beiden Flötenstimmen in Anlehnung an Möglichkeiten, die Quantz[1] anbietet, ausnotiert.


[1] Johann Joachim Quantz: Versuch einer Anweisung die Flöte traversiere zu spielen, Breslau 1789