Abel, Karl Friedrich

abel

Carl Friedrich Abel wurde 1723 in Köthen geboren. Sein Vater war Mitglied der Hofkapelle Köthen unter J.S.Bach. Dieser soll auch lange der Lehrer Carl Friedrichs gewesen sein, wenngleich es hierfür keine schriftlichen Belege gibt. Seine Ausbildung als Gambist erhielt er von seinem Vater. 1748 trat er in die Dresdner Hofkapelle unter J.A. Hasse ein, verließ diese aber nach zehn Jahren unter dem Einfluss des 7 jährigen Krieges wieder, nachdem die Dresdner Oper geschlossen werden mußte und gelangte über einige Umwege nach London, wo er sich als Gambenvirtuose einen Namen machte. Zusammen mit Johann Christian Bach gründete er ein Konzertunternehmen und in diesem Zusammenhang die berühmten Hanover Square Rooms, die den beiden befreundeten Komponisten mehrere Jahre großen Erfolg beschieden. Nach dem Tod J.Chr. Bachs ließ der Erfolg spürbar nach. Nach Stationen in Paris und Deutschland kam er wieder nach London zurück wo er als Komponist und Solist weiter wirkte. Mit nachlassendem Erfolg, der wohl mit der aus der Mode gekommenen Gambe zusammenhing, stieg sein Alkoholkonsum, der ihm wohl schließlich einen frühzeitigen Tod bescherrte.

Abels Musik ist historisch im Übergang vom Spätbarock zur Mannheimer Schule anzusiedeln, die sich durch außerordenlich empfindsame, melodiöse langsame Sätze und effektvolle Finalsätze auszeichnet, geprägt von Leichtigkeit und Eleganz. Zahlreiche seiner Werke sind bisher unveröffentlicht geblieben und werden vorwiegend im Britischen Museum in London aufbewahrt.

Abel, Carl Friedrich

Abel, Carl Friedrich

Abel, Carl Friedrich

Abel, Carl Friedrich