Soussmann, Heinrich

soussmann

Heinrich Soussmann wurde 1796 in Berlin geboren und begann im Alter von 6 Jahren bei seinem Vater mit dem Geigeunterricht, wechselte aber schon bald zur Flöte, nachdem er in einem Konzert einen berühmten Flötisten gehört hatte. 1812 entschied sich Soussmann der preussischen Militärmusik beizutreten, ein Jahr später nahm er an einem Feldzug gegen Napoleon teil, bei dem er schwer verletzt wurde und deshalb das Flötespiel für mehrere Jahre aufgeben mußte. 1816 begann seine eigentliche flötistische Laufbahn im königlichen Orchester in Berlin. Schon ein Jahr später zog es ihn aber nach St. Petersburg wo er eine sehr erfolgreiche Laufbahn als Flötist an der großen Oper von St. Petersburg einschlug. Soussmann war auch als reisender Konzertflötist sehr erfolgreich, wie etwa eine Tournee durch die deutschen Staaten zeigte. Glinka äußerste über ihn, dass er einer, wenn nicht der beste Flötist Europas sei. In späteren Jahren wurde er Musikdirektor in St. Petersburg, wo er 1848 auch zu Grabe getragen wurde.

Als Komponist hat Soussmann vor allem für die Flöte geschrieben. Von seinen Werken sind gegenwärtig nur sehr wenige in neuen Ausgaben erhältlich. Neben dem hier erstmals wieder veröffentlichten Flötenquartett D-Dur op. 5 gibt es u.a. noch weitere Flötenquartette, eine Flötenschule, Duette sowie ein Concertino.

Soussmann, Heinrich